Savannenökologie

Das internationale Forschungsprojekt ARS AfricaE untersucht die adaptive Resilienz von Ökosystemen am Beispiel südafrikanischer Savannen-landschaften. Unter diesem Begriff versteht man die Anpassungsfähigkeit eines Ökosystems an verschiedene Störfaktoren, wie beispielsweise veränderte Klimabedingungen oder Landnutzungen und den daraus resultierenden neuen Systemzustand. Neben dem Aufbau eines Forschungsnetzwerkes und der Datenbeschaffung soll auch ein individuenbasiertes Vorhersagemodell entwickelt und mittels MARS umgesetzt werden. Anhand der Ergebnisse aus diesem Simulationsmodell sollen dann nachhaltige Managementstrategien für die Landnutzung gewonnen werden.

 

Jagdverhalten / Räuber-Beute-Simulationen

Die Simulation von Individualverhalten und Tierbewegungen ist ein wichtiger Bestandteil für Planungen und Vorhersagen im Naturschutz. Ökologische Systeme besitzen aber oftmals eine hohe Komplexität und emergente Effekte werden erst bei dem Zusammenspiel zahlreicher Individuen sichtbar. Derartig große Szenarien setzen ein leistungsstarkes Simulationssystem voraus, das mit hohen Agentenanzahlen und komplexen Logiken zurechtkommt. An dieser Stelle kommt MARS ins Spiel.

 

Fußgängerdynamiken

Mehrere Abschlussarbeiten innerhalb der MARS-Gruppe beschäftigten sich mit den Dynamiken und Verhaltensmustern menschlicher Fortbewegung sowie der Modellierung menschlichen Panikverhaltens. Hierbei ging es unter anderem darum, Entfluchtungsszenarien (beispielsweise die Räumung eines Kinosaals oder eines Flugzeugs) aufzustellen und mithilfe des MARS-Frameworks umzusetzen, oder die Verhaltenslogik der Fußgängeragenten anhand echter Bewegungsdaten zu validieren. Hilfreich wären solche Simulationen bei der Konzeption von Gebäuden oder für die Planung von Großereignissen (Stichwort: Loveparade-Unglück 2010).